IQ CHARGE · PLANUNGSWISSEN

Ladeinfrastruktur planen: vom Standort zur Stückliste.

Herausgeber: IQ Charge · Deutsche Fördermittel Agentur GmbH · Stand 25.10.2026

DIE KURZE ANTWORT

Eine belastbare Planung verbindet Nutzerbedarf, Energieversorgung und Betrieb. Beginnen Sie mit Fahrzeugen, Standzeiten und Abfahrtsbedarf. Erst danach werden Ladeleistung, Stückzahl, Verteilung und Zugangsmodell festgelegt. So können Sie Angebote anhand eines gemeinsamen Leistungsumfangs vergleichen.

1. Nutzung und Ausbauziel festlegen

Beschreiben Sie, wer laden soll: Gäste, Kunden, Mitarbeiter oder eigener Fuhrpark. Erfassen Sie Parkdauer, typische Ankunft und Abfahrt sowie die gewünschte Energie pro Aufenthalt. Startausbau und späteres Ziel gehören in dieselbe Betrachtung. Eine Fahrzeugzahl allein ist keine fertige Ladepunktauslegung.

2. Elektrische und bauliche Situation erfassen

Vorhandene Pläne, Anschlussdaten und die Position der Verteilung helfen bei der ersten Prüfung. Hinzu kommen Entfernungen, Trassen, Stellflächen, Datenanbindung und Eigentumsverhältnisse. Fachpartner prüfen Schutzkonzept, Installation und gegebenenfalls notwendige Netzbetreiberabstimmungen.

3. Leistungsbudget und Verteilung bestimmen

Die technisch mögliche Geräteleistung und die gleichzeitig verfügbare Standortleistung sind verschiedene Größen. Dynamisches Lastmanagement kann das freigegebene Budget verteilen. Leitungswege und Verteilung werden auf Montageort und Ausbauphasen abgestimmt; unzureichende Anschlusskapazität lässt sich nicht einfach durch Software ersetzen.

4. Zugang, Messung und Betrieb vereinbaren

Vor Bestellung muss feststehen, wie Nutzer berechtigt werden und ob eine Abrechnung vorgesehen ist. Bei einem Backend prüfen Sie unterstützte Hardware, Datenzugriff und die tatsächlich verfügbaren Funktionen. Der spätere Betreiber, Ansprechpartner und Störungsablauf werden ausdrücklich benannt.

5. Ein prüfbares Angebot verlangen

Die Stückliste soll Ladepunkte, Verteilung, Leitungen, Steuerung und Zubehör nach Menge aufführen. Planung, Tiefbau, Montage, Prüfung und Inbetriebnahme stehen als eigene Leistungen daneben. Lassen Sie laufende Gebühren, Abhängigkeiten und nicht enthaltene Leistungen benennen. Ein Herstellerdatenblatt beschreibt nicht den vollständigen Projektumfang.

Was bedeutet das für Ihr Projekt?

Für die erste Anfrage reichen ein Lageplan oder eine Skizze, gewünschte Nutzergruppen, Startgröße und Ausbaurichtung. Anschluss- und Gebäudedaten werden anschließend mit den zuständigen Fachpartnern vervollständigt.

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Häufige Fragen

Was muss ich vor der ersten Anfrage wissen?

Nennen Sie Standort, Nutzergruppen, Standzeiten, vorhandene oder gewünschte Ladepunkte und den geplanten Start. Wenn verfügbar, ergänzen Sie Pläne und Anschlussdaten. Eine fertige elektrotechnische Auslegung müssen Sie nicht selbst erstellen.

Sind Beispielpakete eine fertige Auslegung?

Nein. BUSINESS 6/12, PAY 6/12, BUILDING 12 und FLEX 24+ beschreiben unterschiedliche Ausgangspunkte. Die konkrete Stückliste und technische Auslegung entstehen für den Standort.

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