Statisch und dynamisch unterscheiden
Ein statisches Konzept begrenzt das Laden auf ein festes Budget. Ein dynamisches Konzept bezieht Messwerte ein und kann die Verteilung an andere Verbraucher anpassen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Gebäudelast, Ladeprofil und den vorhandenen Steuerungsmöglichkeiten ab.
Ein einfaches Planungsbeispiel
Zwölf Wallboxen mit je 11 kW haben zusammen eine nominelle Geräteleistung von 132 kW. Wird für das Laden beispielhaft ein Budget von 44 kW freigegeben, steht den Fahrzeugen gemeinsam dieses Budget zur Verfügung. Es muss nicht ständig gleich verteilt sein. Diese Beispielwerte sind keine Empfehlung oder Zusage für einen konkreten Anschluss.
Energiebedarf und Standzeit zusammen betrachten
Ein geringeres gemeinsames Budget kann ausreichen, wenn Fahrzeuge lange stehen und ihre Energiemenge rechtzeitig erhalten. Bei kurzfristig abfahrenden Einsatzfahrzeugen sind dagegen Prioritäten oder mehr verfügbare Leistung zu prüfen. Auch Mindestladeleistung, Fahrzeugaufnahme und Regelverhalten spielen eine Rolle.
PV ist ein zusätzlicher Eingang, kein Ersatz für Planung
Im Energy-PV-Konzept werden Erzeugung und weitere Verbraucher betrachtet. Ein wechselnder Überschuss darf nicht mit einer jederzeit garantierten Ladeleistung verwechselt werden. Notwendige Abfahrtsenergie, gewünschter Netzbezug und Speicherbetrieb müssen zu den verfügbaren Schnittstellen passen.
Messung, Steuerung und Ausfallverhalten festlegen
Zum funktionierenden System gehören Messpunkt, Steuerung, Kommunikation und unterstützte Ladehardware. Ebenso wichtig ist, wie sich die Anlage bei Kommunikationsausfall verhält und wer die Konfiguration betreut. Die dafür erforderlichen Komponenten und Leistungen werden im Angebot beschrieben.
IHR LADEBEDARF · UNVERBINDLICHES RECHENBEISPIEL
Wie viel Energie passt in die Parkzeit?
Vergleichen Sie den Energiebedarf Ihrer Fahrzeuge mit einem frei gewählten Ladebudget. Der Rechner verteilt die Leistung gleichmäßig. Er verwendet keine Standortdaten und sendet Ihre Eingaben nicht an einen Server.
10 % sind eine veränderbare Planungsannahme, kein Messwert für Ihren Standort. In der Praxis hängen Verluste unter anderem von Fahrzeug, Leistung und Temperatur ab. Alle Fahrzeuge werden hier vereinfacht als gleich angenommen.
Beispiel: zwölf Autos, acht Stunden, 44 kW
Für je 20 kWh Batterieenergie werden bei angenommenen 10 % Verlust insgesamt rund 266,7 kWh Netzenergie benötigt. Das entspricht 33,3 kW mittlerer Gesamtleistung über acht Stunden. Bei gleichmäßiger Verteilung von 44 kW ergeben sich theoretisch 3,7 kW Netzleistung je Fahrzeug.
So rechnet das Beispiel
Netzenergie = Fahrzeugzahl × gewünschte Batterieenergie ÷ (1 − Verlustanteil). Benötigte mittlere Gesamtleistung = Netzenergie ÷ verfügbare Stunden. Rechnerische Leistung je Fahrzeug = der kleinste Wert aus Wallboxleistung, Fahrzeuglimit und Ladebudget ÷ Fahrzeugzahl.
Es wird eine konstante Leistung während der gesamten Zeit angenommen. Reale Lastwechsel, Ladekurven, Mindestströme, Phasen, Ladezustände, Prioritäten und zeitversetzte Ankünfte sind nicht abgebildet. Das Ergebnis bestätigt weder Netzanschluss noch Erreichbarkeit einer Ladung. Fachpartner prüfen die konkrete Auslegung.
Was bedeutet das für Ihr Projekt?
Für die Dimensionierung brauchen wir nicht nur die Anzahl der Wallboxen, sondern Fahrbedarf, Standzeiten, verfügbare Leistung und die wesentlichen Gebäude- und Energieanlagen.
Standortcheck herunterladen ↓Häufige Fragen
Verhindert Lastmanagement jede Überlastung automatisch?
Ein geeignetes Gesamtsystem muss korrekt ausgelegt, installiert und konfiguriert sein. Lastmanagement ersetzt keine elektrische Schutztechnik und keine Prüfung der Anschlussbedingungen.
Bekommen alle Fahrzeuge dieselbe Leistung?
Das hängt von Konfiguration, Nutzerprioritäten, verfügbarer Leistung und den Fahrzeugen ab. Die gewünschte Verteilung wird vor der Inbetriebnahme festgelegt.